AIESEC in Karlsruhe
Projekte
Globalisierung gestalten | Vortragsreihe Globalisierung aktuell |
|
Navigation:
Vortragsreihe Globalisierung gestalten 2009
Perspektiven der Entwicklungszusammenarbeit Alle Vorträge sind stets kostenfrei und für jeden Interessierten gedacht. Somit sind Sie alle herzlich eingeladen! Entstanden ist diese Vortragsreihe aus der Kooperation zweier Hochschulgruppen (siehe unten) und findet inzwischen schon zum neunten Mal statt. Mitschnitte von Vorträgen bereitgestellt von der digitalen Bibliothek der Universität Karlsruhe zu bisherigen Vortragsreihen.
Schirmherrin Heidemarie Wieczorek-Zeul
Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ihre Heidemarie Wieczorek-Zeul
Dörte Bernhardt
Di., den 26.05.2009, 19:30 Uhr
Das globale Klima prägt die Lebensbedingungen der Menschen und der Natur im Norden und im Süden. Der menschgemachte Treibhauseffekt – verursacht vor allem durch die Lebens- und Wirtschaftsweise der Industrieländer, zunehmend aber auch durch deren Ausbreitung auf die Wohlstandsklasse in Entwicklungsländern – ist als eine der bedeutendsten globalen Umweltgefährdungen und Entwicklungshemmnisse einzustufen. Die Opfer der erwarteten Auswirkungen sind jedoch primär die Entwicklungsländer und insbesondere deren ärmste Bevölkerungsschichten. Wie kaum ein anderes Phänomen unserer Zeit sind der menschgemachte Treibhauseffekt und seine Folgen daher beispielhaft für die Herausforderungen einer globalisierten Welt. Dennoch kommen die internationalen Klimaschutzverhandlungen im Rahmen der Vereinten Nationen nur langsam voran.
Dörte Bernhardt, aktiv im Vorstand der Nichtregierungsorganisation Germanwatch e.V. wird diskutieren, ob die zentralen internationalen Akteure den politischen Willen aufbringen werden, einen „Green Deal“ zur Rettung der Wirtschaft und des Klimas zu organisieren. Wird es in einigen Monaten in Kopenhagen gelingen, ein ambitioniertes globales Klimaschutzabkommen für die Zeit nach 2012 zu erreichen?
Prof. Dr. Volker Nienhaus
Mi., den 27.05.2009, 19:30 Uhr Die wirtschaftliche Rückständigkeit der muslimischen Welt lässt sich kaum bestreiten. Im Kern kann man zwei Gruppen von Erklärungsansätzen für dieses Phänomen unterscheiden: Die erste Gruppe stellt auf Geisteshaltungen ab, die ihren Ursprung in der islamischen Weltanschauung haben und Verhaltensweisen induzieren, die eine wirtschaftliche Entwicklung behindern. Die zweite Gruppe betont institutionelle Faktoren und Defizite, die in einer besonderen historischen Konstellation das Fehlen jener Institutionen erklären können, die für wirtschaftliche Entwicklung unverzichtbar sind.
Prof. Dr. Volker Nienhaus, Präsident der Philipps-Universität Marburg, wird darüber referieren, wo islamische Wirtschaftskonzepte zur Anwendung kommen können und ob die Praxis den hohen Erwartungen an diese Konzepte gerecht werden kann. Zu seinen besonderen Arbeitsgebieten zählen die Wirtschaft islamischer Länder und islamische Wirtschaftskonzepte. Er beteiligt sich derzeit an Arbeitsgruppen der Islamic Development Bank (Jeddah) und des Islamic Financial Services Board (Kuala Lumpur) zu Fragen der künftigen globalen Finanzarchitektur.
Dr. Peter Oberle
Do., den 28.05.2009, 19:30 Uhr Das Karstgebiet Gunung Kidul an der Südküste Javas zählt zu den ärmsten Regionen Indonesiens. Eine der grundlegenden Ursachen hierfür liegt in der Wasserarmut der Region. Das Wasser der Regenzeit versickert rasch, sammelt sich aber in einem Höhlensystem. Auf diese Wasservorräte versucht ein unterirdisches Stauwerk mit integrierter Wasserkraftanlage zuzugreifen, das von den Universitäten Karlsruhe und Gießen in Kooperation mit mehreren deutschen und indonesischen Firmen errichtet worden ist. Die Pilotanlage soll zukünftig die Wasserversorgung von 80.000 Menschen sicherstellen und als Motivation zur Durchführung ähnlicher Vorhaben weltweit dienen. Die Herangehensweise ließe sich auf Karstgebiete in der ganzen Welt übertragen, beispielsweise in Laos, Thailand oder Sri Lanka.
Peter Runge Die Krisenregion am Hindukusch kommt nicht zur Ruhe. Die Sicherheitslage für die Zivilbevölkerung und für die Mitarbeiter/innen der internationalen Hilfsorganisationen hat sich dramatisch verschlechtert. Den militärischen Mitteln wurde bisher deutlich Vorrang vor dem zivilen Wiederaufbau eingeräumt. Doch mehr Waffen haben bisher nicht zum Frieden geführt. Im Gegenteil: Je mehr Soldaten nach Afghanistan geschickt wurden, umso schlechter wurde die Sicherheitslage. Nun hat der neue US-Präsident Barack Obama angekündigt, 17.000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Der Sieg in diesem Krieg soll eine Priorität seiner Regierung werden. Welche Perspektiven ergeben sich durch den amerikanischen Strategiewechsel für Frieden und Entwicklung in Afghanistan?
Die Organisatoren: AIESEC, die größte internationale Studentenorganisation, wurde 1948 von Studenten sieben europäischer Länder mit dem Ziel der Völkerverständigung gegründet. Inzwischen wird sie von 20.000 Studenten in über 90 Ländern vertreten. Weltweit hat AIESEC Bedeutung mit ihrem internationalen Praktikantenaustausch. Die Global Marshall Plan Hochschulgruppe stellt eine Gruppe motivierter, tatkräftiger und offener Studenten verschiedener Fakultäten dar. Sie versuchen z.B. durch Vortragsreihen Raum für Diskussionen und Engagement rund um den Themenkomplex Globalisierung, Ökologie und Soziologie zu schaffen. Hierfür suchen sie Sichtweisen, um eine an unsere Zeit angepasste Neuorientierung des Denkens und Handelns in der Gesellschaft zu ermöglichen und voranzutreiben.
Bisherige Vortragsreihen zum Thema:Mitschnitte von allen bisherigen Vorträgen bereitgestellt von der digitalen Bibliothek der Universität Karlsruhe. |