Geschichte
„Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ Victor Hugo
Die Geschichte von AIESEC ist die Geschichte einer Idee, die buchstäblich um die Welt ging: 1948 gründeten Studierende aus sieben Ländern in Stockholm die Organisation AIESEC, mit dem Ziel, einen Beitrag zur besseren Gestaltung der Welt zu leisten und freundliche Beziehungen zwischen den Mitgliedsländern zu etablieren. Was als einfache Idee begann, ist heute zu einer globalen Organisation gewachsen, die weltweit 20.000 Studierende in 90 Ländern miteinander verknüpft.

1948
Gründung von AIESEC durch Studenten aus Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen und Schweden.

1951
Die ersten drei AIESEC Lokalkomitees werden in Deutschland gegründet: Köln, Mannheim
und Nürnberg (durch Albert Kaltenthaler). Sie stellen 18 der insgesamt 167 internationalen Praktikantenplätze zur Verfügung.

1952
Deutschland wird auf dem 4. Jahreskongress in Kopenhagen offizielles Mitglied von AIESEC. Deutschland mit Albert Kaltenthaler als Vorsitzenden wird zum Präsidialland gewählt. Mit 89 von 418 Plätzen in den 14 europäischen Teilnehmerländern setzt sich Deutschland an die Spitze des weltweiten Praktikantenaustausches.

1953
AIESEC Karlsruhe gegründet.

1954
Mit einem Anteil von 37 Prozent der insgesamt vergebenen Praktikantenplätze (235 von 868 Plätzen) erreicht Deutschland die höchste Teilnahmerate bei AIESEC.

1956
Am 18.12.1956 wird AIESEC in Deutschland als eingetragener Verein offiziell registriert.

1960
AIESEC nimmt Verbindungen mit Ländern in Lateinamerika, Asien und Afrika auf. In Deutschland führt AIESEC
die „Study Tour“ nach Berlin ein, an der erstmals alle ausländischen Praktikanten teilnehmen.

1964
Bundeskanzler Dr. Ludwig Erhard wird Ehren-Kurator von AIESEC in Deutschland. Im Verlaufe des
Jahres finden vier deutsch-französische Seminare statt.

1969
Zum ersten Mal wird die Vergabe der Praktikantenplätze mittels Computer durchgeführt. Gründung des deutschen AIESEC Förderkonsortiums, dem zahlreiche große deutsche Firmen angehören. Studenten und Firmenvertreter treffen sich in Nürnberg zum ersten FirmenKontaktGespräch (FKG).

1972
Der 24. Internationale Kongress findet in Berlin statt.

1974
Der zehntausendste Praktikant kommt nach Deutschland und wird von Bundespräsident Dr. Walter Scheel empfangen. AIESEC in Deutschland entsendet Berater nach Puerto Rico und auf die Philippinen, um den Aufbau der dortigen LCs zu unterstützen.

1979
Das AIESEC Nationalkomitee wird von Bundespräsident Dr. Walter Scheel zum Empfang in die Villa Hammerschmidt gebeten.

1983
Der 35. Internationale Kongress findet in St. Englmar statt. Austausch von insgesamt 4.874 internationalen Praktikanten.

1985
Beschluss des 37. Internationalen Kongresses, die Beziehungen zur Volksrepublik China zu verbessern. Deutschland erhält den Auftrag.

1986
Geburtsjahr des „Venture Management Exchange“-Projektes, das sich später zu einem ständigen Programm für hochqualifizierte Praktikanten in kleinen Unternehmen entwickelt. Es erhält die Unterstützung der deutschen Bundesregierung und des Senats von Berlin. In Hamburg findet das Präsidenten-Treffen aller AIESEC Mitgliedsländer statt.

1989
Mit dem Mauerfall im November öffnet sich das Tor zur DDR. Gründung der ersten beiden Komitees in Ost-Berlin.

1991
Mit Vollzug der Deutschen Einheit steigt die Zahl der deutschen Lokalkomitees auf 56. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker findet der 43. Internationale Kongress in Willingen statt.

1993
AIESEC wird Mitglied im Deutschen Komitee „50 Jahre Vereinte Nationen“ und im Deutschen Vorbereitungsgipfel des UN-Weltsozialgipfels.

1995
AIESEC wird Teilnehmer des Weltsozialgipfels der UN in Kopenhagen. In Deutschland erfolgt die Vorbereitung dieses Gipfels durch die World Youth Social and Economic Conference (WYSEC).

1996
AIESEC führt weltweit neue Exchange-Programme ein. Neben den Praktika in Unternehmen werden nun Stellen
im Bereich Sozialpraktika und ein interner Mitarbeiteraustausch angeboten. AIESEC in Deutschland organisiert in Zusammenarbeit mit dem World Global Institute (Philadelphia) die WorldGame Tour ’96 – ein Simulationsspiel, das durch Universitätsstädte in Deutschland, Dänemark, Belgien, Österreich und Malta führt. Insgesamt nehmen rund 3.000 Studenten und Schüler an der Tour teil.

1997
Vorstellung des Exchange Prozesses auf dem 49. Internationalen Kongress in Atlanta. Das Konzept des Exchange Prozesses umfasst mehrere Schritte – Vorbereitung, kulturelle Erfahrung und Re-Integration – die in einen lebenslangen Lernprozess resultieren sollen. „Insight“, ein Internet-basiertes Informations- und Tauschprogramm entsteht als zusätzliches Hilfsmittel.

1999
AIESEC in Deutschland baut in Zusammenarbeit mit den USA, Japan und Hongkong in China zwei Initiativgruppen auf.

2001
AIESEC in Deutschland richtet die WeastCo, eine Konferenz für die Präsidenten aller Lokalkomitees Zentral- und Osteuropas, aus. AIESEC in Deutschland wird von AIESEC International als das Land mit den höchsten Austauschraten und dem größten Wachstum ausgezeichnet.

2002
Zum Thema „Social Responsibility in a Global Environment“ werden Konferenzen im Rahmen des World Summit on Sustainable Development durchgeführt. Zum Thema „Konfliktpotential Kultur“ findet unter anderem eine Konferenz zum Wiederaufbau Afghanistans und zum Nationalverständnis Deutschlands statt.

2003
AIESEC in Deutschland feiert den 50. Geburtstag mit einem großen Festakt und einer Podiumsdiskussion in Frankfurt a.M.

2004
Der 56. Internationale Kongress findet mit mehr als 500 Studierenden aus 84 Ländern sowie Vertretern aus 80 Unternehmen und NGO´s in Hannover statt AIESEC in Afghanistan wird gegründet.

2005
Der 57 international Kongress in Agra, Indien, beschließt die Erneuerung der AIESEC Identity. AIESEC wandelt sich von einem reinen Praktikumsdienstleister zu einer Organisation, die zur Entwicklung der sozial verantwortungsbewussten Führungselite beiträgt und so ihre Mitarbeiter dazu befähigt, nach ihrem Studium einen Beitrag zu einem positiven Wandel in der Gesellschaft beizutragen. Das Auslandspraktikum wird als Baustein eines integrierten Lernprozesses aufgenommen, bestehend aus themenzentriertem Lernen im glo­balen Umfeld, Führungs- und Auslandserfahrung.

2006
AIESEC in Deutschland wird international für die erfolgreiche Re-Positionierung der Organisation und ihre Öffentlichkeitsarbeit mit dem "First choice for Activating Leadership Award" ausgezeichnet. 

2007

AIESEC in Deutschland gründet AIESEC im Iran. Deutschland richtet das internationale Leadership Development Seminar WENA LDS für AIESEC Studenten aus Europa aus. In Karlsruhe findet eine Vortragsreihe zum Thema "Globalisierung gestalten" u.a. mit Mohammed Yunus (Friedensnobelpreisträger) als Gastredner statt. Immer mehr Studenten absolvieren eine umfassende AIESEC Experience, indem sie sowohl ein Auslandspraktikum mit AIESEC absolvieren als auch eine Führungsaufgabe innerhalb der Organisation übernehmen.